Historie Museum

Kleine Geschichte des SchifffahrtMuseums

Ende der 1920er Jahre hatte der damalige Düsseldorfer Hafendirektor, Heinrich Etterich, die Idee, eine Ausstellung über den Düsseldorfer Hafen und Handelsplatz zu entwickeln.
Zusammen mit dem Leiter des Stadtgeschichtlichen Museums, Dr. Hans Brückner, nahm diese Idee ab 1931 konkretere Formen an.

Mit dem fachlichem Wissen des Museumsleiters und dem technischen Know-How des Hafendirektors gründeten sie eine der ältesten Sammlungen zur Geschichte der Rheinschifffahrt mit grafischen Darstellungen, Dokumenten und Schiffsmodellen. Diese Sammlung wurde der Öffentlichkeit zunächst temporär 1936 während des Düsseldorfer Hafentags im Stadtmuseum, ab 1937 dauerhaft im "Grünen Gewölbe" des Planetariums im Ehrenhof präsentiert.



Im zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung jedoch wieder in Magazinen eingelagert und blieb lange Zeit ohne festes Ausstellungsgebäude. Wieder gab es die Sammlung nur in zeitlich begrenzten Ausstellungen an verschiedenen Orten zu sehen. Trotz großen persönlichen Engagements gelang es dem 1954 unter Vorsitz von Heinrich Etterich gegründeten Vereins der Freunde und Förderer erst im Jahr 1978 dauerhafte Ausstellungsräume zu finden. Am 28. März 1978 beschloss der Rat der Stadt Düsseldorf das SchifffahrtMuseum dauerhaft im Schlossturm unterzubringen.


Über 2 Mio. D-Mark spen­de­ten Fir­men und Pri­vat­leu­te für die Res­tau­rie­rung des Schlossturmes und zur Er­öff­nung des Schiff­fahrt­Mu­se­ums. Nach umfangreicher Restaurierung konnte 1984 das SchifffahrtMuseum in Schlossturm eröffnet werden. Die letzte vollständige Renovierung und Neukonzeptionierung des SchifffahrtMuseums fand 2014/15 statt. Seit dem 06. Juni 2015 ist das Museum mit restaurierten Schiffsmodellen aus den 1930er Jahren, mit neu angekauften oder gespendeten Exponaten und zahlreichen Dauerleihgaben namhafter Museen in Deutschland wieder für Besucher geöffnet.

Auch der zweite Gewölbekeller, der nach den großen Rheinhochwassern in den 1990er Jahren geschlossen werden musste, ist mit neuer Lüftungstechnik wieder zugänglich. Diese und viele weitere Maßnahmen wären nicht ohne den persönliche Einsatz des Vorsitzenden des Freundeskreises, Ernst Lamers, und die umfangreiche Förderung großer Stiftungen, vor allem der NRW-Stiftung und des LVRs möglich gewesen.