Geschichte des Schlossturm

Nach der Stadt­er­he­bung Düssel­dorfs im Jahr 1288 lie­ßen die Lan­des­herren au­ßer­halb der Stadt­mau­ern eine schlich­te Burg am Rhein­ufer bau­en. Um 1400, nach ei­ner gro­ßen Stadt­er­wei­te­rung lag die gleich­falls ver­grö­ßer­te Burg vom Rhein aus ge­se­hen nun in­mitten der Stadt. Ste­tig wur­de die An­lage er­wei­tert.

Im 16. Jh. wähl­ten die Her­zö­ge von Jülich-Kleve-Berg Düssel­dorf zu ihrer Re­si­denz. Die Burg sollte nun zu ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven drei­flü­ge­li­gen Schloss­an­la­ge mit zwei mäch­ti­gen Tür­men zur Stadt­sei­te aus­ge­baut wer­den. Zur Fer­tig­stellung des nord­öst­li­chen, run­den Schloss­tur­mes reis­te der Lan­des­herr 1552 ei­gens an.

Im 17.und 18. Jh. wur­de die Innen­aus­stattung des Schlosses im ba­rock­en Stil er­neu­ert und ein Ga­le­rie­ge­bäu­de für die be­rühm­te Ge­mäl­de­samm­lung der Lan­des­herren ge­baut. 1794 bom­bar­dier­ten fran­zö­sische Truppen das Schloss. Es stand über Jahr­zehn­te als Ruine am Rhei­nufer. Erst nach 1815, in preu­ßi­scher Zeit, wur­de es wie­der auf­ge­baut. Ein ver­hee­ren­der Brand im Jahre 1872 gab den An­lass, das Schloss zum Jahr­hun­dert­en­de ab­zu­rei­ßen. So wur­de es mög­lich, ei­ne brei­te Rhein­ufer­stra­ße und das tie­fer lie­gen­de Werft für die Schiff­fahrt zu ba­uen. Le­dig­lich der run­de Turm sollte laut kö­nig­lichem Be­schluss für alle Zei­ten ste­hen blei­ben.

1943 brannte der Turm nach einem Luft­an­griff aus. Die Düssel­dorfer Be­völ­ke­rung hatte sich schon vor dem Krieg für ihr Wahr­zei­chen en­ga­giert, nun sorg­te sie auch wei­ter­hin für sei­nen Er­halt.

Erst mit der Res­tau­rie­rung und Neu­ein­rich­tung des Schloss­turms sind das Mu­se­um und das Ge­bäu­de dauer­haft für Gäs­te und Bürger/Innen der Lan­des­haupt­stadt ge­öffnet.Der Turm über­stand den Zwei­ten Welt­krieg und be­her­bergt seit 1984 die Spe­zial­sammlung zur Rhein­schiff­fahrt. Sie wur­de 1930 ge­grün­det und seit­her kon­ti­nu­ier­lich er­wei­tert.

Kinder am Düsseldorfer Rheinwerft, um 1930