Alles auf einen Blick in unserem Flyer

Öffentliche Führungen, Rallyes, Workshops und Ausstellungen

Aus dem Depot: Arbeitsschiffe auf dem Rhein

Vom 1. Oktober bis zum 30. November 2022 ist im SchifffahrtMuseum das neue Schaufenster „Aus dem Depot: Arbeitsschiffe auf dem Rhein“ zu sehen.

Die Anwohner des Rheins bemühten sich seit Jahrhunderten darum, durch Deichbauten die regelmäßigen Überschwemmungen abzuwehren. Bei niedrigen Wasserständen wiederum wurde an besonders gefährdeten Stellen versucht, die erforderliche Mindestwassertiefe für die Schifffahrt zu erhalten. Doch erst mit den technischen Errungenschaften des 19. Jahrhunderts konnten umfassende und wirksame Wasserbauarbeiten durchgeführt werden.

Die Gründung der preußischen Rheinprovinz im Jahr 1822 schuf die politischen Grundbedingungen für einen effektiven Strombau am Nieder- und Mittelrhein. Der Flusslauf wurde begradigt, Rheininseln beseitigt und Felsen am Mittelrhein gesprengt. Diese Maßnahmen waren besonders für die neue Dampfschifffahrt wichtig, für die eine konstante Wassertiefe in der Fahrrinne notwendig war. Hierfür wurde im Jahr 1851 die preußische Rheinstrombauverwaltung gegründet.

Für das Bauvorhaben wurde eine ganze Flotte verschiedener Arbeitsschiffe angeschafft: Schiffe, welche die Fahrrinne ausbaggern, Felsen sprengen und bis zum Grund des Rheins vordringen konnten. Das Schaufenster stellt diese damals neuen Schiffe und ihre ausgeklügelten Techniken vor.

Ruine Schloss
Taucherschacht, Holzstich, um 1890
© SchifffahrtMuseum

Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, 11. September 2022, findet zum 30. Mal der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. In Düsseldorf laden haupt- und ehrenamtliche Akteurinnen und Akteure an über 30 historischen Orten zu Streifzügen in die Vergangenheit ein – eintrittsfrei.

Auch im Schlossturm wird zu diesem Anlass um 15 Uhr eine öffentliche Führung angeboten.
Viele Male wurde die Burg und das spätere Schloss am Düsseldorfer Rheinufer zerstört. Erst setzte der sumpfige Untergrund der Burg zu, dann zerstörten Brände und Kanonen das Schloss, doch jedes Mal wurde es neu aufgerichtet. Erst nach dem Brand im Jahr 1872 stand es lange Zeit als „schaurige Ruine“ am Rheinufer. Die Geschichte des Schlossturmes und die Gründe für den Abbruch der übrigen Gebäudeteile werden bei diesem Rundgang vorgestellt.

Der Aktionstag steht diesmal unter dem Motto KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die als bundesweite Initiatorin der beliebten Kulturveranstaltung das Leitthema ausgerufen hat, setzt damit den Impuls, Denkmäler als Zeugen vergangener Geschichten und Ereignisse genauer unter die Lupe zu nehmen. Welche Spuren haben Menschen aus vergangenen Zeiten an den historischen Bauwerken oder Orten hinter-lassen? Welche Taten wurden im und am Bau verübt? Und welche Schlüsse können wir daraus ziehen?

Unter dem Motto KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz lädt der Tag des offenen Denkmals 2022 dazu ein, sich auf Spurensuche zu begeben und Geschichte und Geschichten am Denkmal zu ermitteln. Auch an Düsseldorfs (bau-)kulturellem Erbe wimmelt es von Indizien, die vom Wirken, Gestalten und Leben der Menschen in Düsseldorfs Vergangenheit erzählen. Erleben Sie historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind.

Ruine Schloss
Abbruch des Nordflügels des ehemaligen Düsseldorfer Schlosses nach 1890
© SchifffahrtMuseum

Schaufenster: Ansichtssachen

Von Samstag, 11. Juni, verlängert bis Sonntag, 4. September 2022, präsentiert das SchifffahrtMuseum in der „Bel étage“ des Schlossturms eine kleine Themenschau zu historischen Ansichtskarten. Die Präsentation aus der Sammlung des SchifffahrtMuseums ergänzen Postkarten aus den Privatsammlungen von Gerd Schlüter und Ernst Göcken.

In der Reihe der „Schaufenster“ bieten diese „Ansichtssachen“, von kunstvollen Lithografien bis hin zu farbenfrohen Fotos, einen Überblick über die vielfältig und in alle Welt versendeten Abbildungen des Rheins und der Stadt Düsseldorf. Anhand der Auswahl lässt sich ebenso die Entwicklung der Postkarte verfolgen, vom „goldenen Zeitalter der Ansichtskarte“ ab etwa 1895 bis in die frühen Wirtschaftswunderjahre der Nachkriegszeit.

Die Sehenswürdigkeiten entlang des Rheins wurden seit Jahrhunderten in zahlreichen Formen auf Leinwand und Papier verewigt. Doch erst mit der vielfältig bedruckbaren Ansichtskarte waren diese auch für kleines Geld zu erwerben oder in kürzester Zeit rund um die Welt zu versenden. Der Erfolg beruhte zum einen auf dem großen „Bildhunger“ der Zeit um 1900. Zum anderen beförderten die zunehmende Mobilität und der aufkommende Massentourismus die rasante Verbreitung der Ansichtskarten als Reiseandenken und als Grußkarte an die Daheimgebliebenen.

Übergabe Dampfpfeifen
Hinterleuchtete Mondscheinkarten
Stadtansichten von Düsseldorf und Köln
© Thomas Belz

Eine Kinderwerft im SchifffahrtMuseum!

Von Samstag, 18. Dezember, bis Sonntag, 20. März 2022 (verlängert bis zum 24. April 2022), ist die Kinder-Ausstellung „Bodo, der Bootsbauer“ im 1. Obergeschoss des Düsseldorfer SchifffahrtMuseums, Burgplatz 30, zu entdecken.

An verschiedenen Audiostationen der Mitmach-Ausstellung ist die Figur Bodo zu sehen und zu hören. So führt er durch die interaktiv gestaltete Bootswerft und erzählt den Kindern aus seinem Arbeitsalltag: Der Bootsbauer hat vor kurzem den Auftrag erhalten, ein Holzboot zu bauen und braucht dafür viele helfende Hände.
Als Höhepunkt der Ausstellung können die Kinder am Ende des Rundgangs selbst ein Boot zu Ende bauen und Bodos Auftrag vollenden. Der 2,5 Meter lange Nachen wurde von der Museumswerft Flensburg mit traditionellen Techniken eigens für diese Ausstellung gebaut. Auf das alte Handwerk der Bootsbauer weisen auch die Leihgaben historischer Werkzeuge hin, die das Schifffahrtmuseum der oldenburgischen Unterweser aus seiner Spezialsammlung beisteuerte.

Übergabe Dampfpfeifen
Blick in die Kinderausstellung
© Thomas Belz

Hier der Flyer zur Ausstellung

Hier gibt’s Infos zum Rahmenprogramm

Freunde übergeben besonderes Geschenk an das Museum

Das SchifffahrtMuseum darf sich über ein ganz besonderes Geschenk freuen: Der Freundeskreis schenkt dem Institut im Schlossturm zwei große Schiffs-Dampfpfeifen. Diese wurde am Montag, 7. Dezember 2020, von Ernst Lamers, Vorsitzender des Freundeskreises, an Bürgermeister Josef Hinkel und Museumsleiterin Dr. Annette Fimpeler übergeben.

Dampfbetriebene Signalpfeifen dieser Art wurden seit dem 19. Jahrhundert auf dem Rhein eingesetzt. Die beiden historischen Schiffs-Dampfpfeifen stammen von einem Raddampfer und einem Dampfbagger. Die golden schimmernden Pfeifen aus Rotguß sind nicht nur optisch beeindruckend. Die zylindrischen Oberteile waren auf spezifische Töne abgestimmt. Die kürzere Raddampferpfeife verfügt durch eingebaute Trennwände sogar über einen Dreiklang, der das Signal leichter von anderen unterscheidbar machen sollte.

Übergabe Dampfpfeifen
(v. l.) Ernst Lamers, Vorsitzender des Freundeskreises, Museumsleiterin Dr. Annette Fimpeler und Bürgermeister Josef Hinkel
© Landeshauptstadt Düsseldorf

Fahne zurück am SchifffahrtMuseum

Seit dem 02.10.2020 ist am historischen Schlossturm auf dem Düsseldorfer Burgplatz wieder eine große Fahne zu finden, die auf das dort beheimatete SchifffahrtMuseum hinweist. Die Fahne wurde vom 1. bis 2. Oktober 2020 mit Hilfe eines Krans am Gebäude montiert.Der beidseitig lesbare Schriftzug lässt die Besucherinnen und Besucher entlang der Rheinuferpromenade nun wieder zweifelsfrei erkennen, dass dort das „SchifffahrtMuseum“ zu Hause ist.

Bei der Fahne handelt es sich ursprünglich um ein Geschenk des Vorsitzenden des Freundeskreises des SchifffahrtMuseums, Ernst Lamers. Schwere Sturmböen hatten die Stabilität der Fahnen-Halterung gefährdet, weshalb diese aus Sicherheitsgründen abgenommen werden musste. Mit einer neuen Konstruktionkonnte sie wieder montiert werden.

Fahne Schlossturm
Die große Metallfahne wird am Schlossturm angebracht
© Thomas Belz

Freunde spenden prachtvolle Silberschiffe

Gleich drei Kostbarkeiten schenkte der Verein der Freunde und Förderer dem Museum im Jahr 2019:

Es handelt sich um Tafelaufsätze in Schiffsform aus massivem Silber. Solche Silberschiffe haben eine lange Tradition und unterstreichen die Bedeutung der Schifffahrt. Die ersten Darstellungen von Gefäßen in Schiffsform stammen aus Frankreich und reichen in das 13. Jahrhundert zurück. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts sind diese Gefäße oftmals auch aus Silber. In der Form orientieren diese sich an den großen Seeschiffen ihrer Zeit. Sie kennzeichnen den Platz des Herrschers oder eines bedeutenden Gastes an der Tafel. Die kleineren Silberschiffe dienten dabei unterschiedlichen Zwecken, beispielsweise als Probierschale, Salzbehälter oder Trinkgefäß. Erst im 18. Jahrhundert kamen sie zeitweise aus der Mode. Ab dem 19. Jahrhundert wurden Silberschiffe wieder vermehrt als Zierobjekte geschätzt. Im bürgerlichen Haushalt oder dem Ratssilber einer Stadt dienten sie als Repräsentationsobjekte. Sie standen symbolhaft für Städtebündnisse, den Bürgerfleiß und die positive Entwicklung der Binnenschifffahrt.

Silberschiffe
Tafelaufsätze in Schiffsform aus massivem Silber, 20. Jh.
© Petra Warrass

Das neue Foyer des SchifffahrtMuseums

Im Juni 2015 wurde die Ausstellung des Schifffahrtmuseums neukonzipiert und umgestaltet. Vom Verein der Freunde und Förderer des Schifffahrtmuseums e. V. wurden weitere Spenden gesammelt, so dass im Juli 2016 auch der Eingangsbereich des Schlossturms erneuert wurde. Die Gestaltung des Museumsfoyers ist heller und luftiger geworden und nach dem Wunsch der Museumsbesucher gibt es nun auch mehr Verkaufsflächen und Angebote.

 

 

 

 

Empfangsbereich des Museumsfoyers

SchifffahrtMuseum mit neuen Arbeitsräumen

Die Mitarbeiter des SchifffahrtMuseums haben neue Büros in der Altstadt bezogen. Bibliothek und Grafiksammlung sind nun angemessen untergebracht. Sie stehen unter Voranmeldung (Tel.: 0211-8996165) auch interessierten Besuchern zur Verfügung.

In den neuen Räumen an der Bolkerstraße 14-16 fand eine kleine Einweihungsfeier statt. Bürgermeister Friedrich G. Conzen, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Sponsoren der Neugestaltung des SchifffahrtMuseums nahmen daran teil. Der Vorstand der Freunde und Förderer nutzte diese Gelegenheit, um dem Museum eine weitere Spende in Höhe von 10.000 Euro zu übergeben.

 

 

 

Dr. Fimpeler, Herr Töpfer, Frau Weissenborn, Herr Lamers, Herr Espey

Freunde spenden 110.000 €

Im November beginnt der Umbau im Schlossturm. Neues Ziel: eine Filiale in Kaiserswerth.

Sie freuten sich im Schlossturm über das Geld: Architekt Frank Liethmann (von li.), Dezernent Hans-Georg Lohe, Förderer Ernst Lamers und Museumschefin Annette Fimpeler.

Düsseldorf. Das Schifffahrt-Museum ist seit den 80er Jahren im Schlossturm, dem einzigen noch bestehenden Teil der ehemaligen Residenz, beheimatet. Es beherbergt auf fünf Etagen eine der ältesten Spezialsammlungen von Modellen, Ansichten und Dokumenten zur Binnenschifffahrt auf dem Rhein.

Die Dauerausstellung ist jedoch mitsamt ihren Medien veraltet, die Einbauten wirken klotzig, die Themen sind unmodern. Am Mittwoch gaben die Freunde des Hauses mit einem Scheck über 110.000 Euro den Startschuss zum Umbau.

Nur 80 Mitglieder hat der Freundeskreis unter dem tatkräftigen Vorsitzenden Ernst Lamers, aber sein Engagement für das Schifffahrt-Museum ist beispielhaft. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1984 haben Mitglieder und heimatliebende Bürger Millionenbeträge in den Betrieb gesteckt und ihn in den 90er Jahren sogar zehn Jahre lang ganz übernommen.

Den Sponsoren geht es auch um Image-Werbung.

Auch am Mittwoch erklärte Lamers wieder, man sammle weiter, denn mit der privaten Spende und dem städtischen Zuschuss in gleicher Höhe sei es nicht getan. „Wir wollen noch mehr Düsseldorfer als Besucher gewinnen, denn unser Haus hat die schönste Lage direkt am Rhein und ist eines der schönsten Gebäude der Stadt.“

Lamers sieht seine Aufgabe nicht nur im Eintreiben von Geldern, sondern auch in der Image-Werbung. Oberbürgermeister Dirk Elbers habe er kürzlich erklärt: „Wenn so ein kleiner Verein derart hohe Spenden sammelt, kann auch die Stadt etwas mehr beisteuern. Wir brauchen noch 250.000 bis 300.000 Euro für den gesamten Umbau.“

Gewölbe
Im unteren Keller wird die Wasserkraft, im oberen Keller der Rhein als „Pulsader Europas“ vorgestellt.

Erste Etage
Baubeginn ist Ende November. Der Ausstellungs- und Vortragsraum erhält eine moderne, platzsparende Technik, Videos, Beleuchtung, Vorhänge, Rollos und Vitrinen. Präsentiert wird die Geschichte Düsseldorfs.

Hier werden die Häfen thematisiert.

Dritte Etage
Der Galerieeinbau verschwindet, so dass das Thema Reisen großzügig gezeigt wird.

Ein Blick in die Ausstellung im Schifffahrt-Museum

Auch das Personal müsse aufgestockt werden, denn Museumschefin Annette Fimpeler mache alles allein, die Ausstellungen, die Konzepte und die Führungen für 33.000 meist junge Besucher im Jahr. Bis 2014 hilft die Volksbank Düsseldorf-Neuss mit einem Personalkostenzuschuss von 25.000 Euro im Jahr. Danach sei die Stadt an der Reihe.

Während die einzelnen Schlossturm-Etagen demnächst bei laufendem Betrieb modernisiert werden, denkt Lamers an das nächste Ziel, eine Dependance in Kaiserswerth, dem Fundort des Plattbodenschiffes, das derzeit saniert wird.

Als Vereinsvorsitzender habe er schon erste Gespräche mit Dieter Ziob vom Verein Kaiserpfalz geführt. Sobald man eine konkrete Bleibe habe, könnten dort außer dem restaurierten Boot auch Schiffsmodelle gezeigt werden, denn 60 Objekte lagern derzeit im Depot.

Doch zunächst will der Architekt Frank Liethmann die Einbauten im ersten Geschoss einreißen und Platz für neue Medien schaffen.